Zum Inhalt

Barrierefrei mit der Fähre: Unterstützung und Ausstattung planen

Barrierefrei mit der Fähre zu reisen erfordert eine abgestimmte Planung für Hafen, Schiff und Abfahrt. Gangways, Wege, Kabinen und Unterstützung beim Ein- und Ausschiffen unterscheiden sich je nach Verbindung. Für erfasste Schiffsreisen haben Fahrgäste Anspruch auf klare und korrekte Informationen über Zugänglichkeit und Fahrgastrechte. Die tatsächlich verfügbare Ausstattung richtet sich nach dem eingesetzten Schiff und dem jeweiligen Hafen. Teilen Sie Ihren Bedarf frühzeitig mit, damit die vereinbarte Hilfe für die konkrete Abfahrt organisiert werden kann.

Barrierefrei mit Rollstuhl auf einer Fähre Eine Rollstuhlnutzerin bewegt sich mit Begleitung durch einen breiten Korridor einer Passagierfähre.

Assistenz für Hafen und Einschiffung anmelden

Beschreiben Sie bei der Buchung, wobei Sie Unterstützung benötigen: etwa beim Weg durch das Terminal, beim Überqueren der Gangway, beim Einsteigen oder beim Erreichen Ihrer Kabine. Teilen Sie mit, ob Sie selbstständig vom Rollstuhl auf einen Sitz wechseln können und ob Sie eine Begleitperson mitnehmen. So kann das Personal die Hilfe an Land und an Bord einplanen. Der gebuchte Fährhafen bestimmt den Ausgangspunkt; Wege, Treffpunkte und Abläufe unterscheiden sich zwischen Terminals.

Auf einzelnen Stena-Line-Schiffen ist die Zahl der Plätze für Rollstühle und Mobilitätshilfen begrenzt. Der Betreiber kann aus Sicherheitsgründen eine Begleitperson verlangen, wenn die reisende Person nicht selbst evakuieren kann, Hebehilfe oder persönliche Pflege benötigt oder Sicherheitsanweisungen nicht versteht; in diesen Fällen wird die Begleitperson ohne zusätzliche Gebühr befördert. Andere Anbieter legen eigene Anmeldefristen und Sicherheitsabläufe fest. Stena Line bittet auf den eigenen Verbindungen um Anmeldung mindestens 48 Stunden vor Reiseantritt. Lassen Sie Treffpunkt und vereinbarte Hilfe bestätigen.

Bewahren Sie die Bestätigung, den vereinbarten Treffpunkt und eine erreichbare Kontaktnummer mit den Check-in- und Reiseunterlagen auf. Besprechen Sie den Bedarf an einer Begleitperson bereits bei der Buchung, damit Platz und Ablauf zugeordnet werden können.

Kabine, Mobilitätshilfe und Bordwege

Eine barrierefreie Kabine muss auf der konkreten Abfahrt verfügbar und gebucht sein. Beschreiben Sie bei der Auswahl die Merkmale, die Sie benötigen, etwa Bewegungsfläche, Zugang zu Dusche und WC oder Platz neben dem Bett. Auf der Stena Germanica zwischen Kiel und Göteborg gibt es nach Angaben von Stena Line leicht zugängliche, geräumigere Kabinen mit eigenem Bad sowie barrierefreie Toilette, Waschbecken und Dusche. Dieses Beispiel gilt für das genannte Schiff und dessen Route; Kabine und Verfügbarkeit müssen zur gebuchten Abfahrt passen. Wege zwischen Kabine, Deck und Aufenthaltsbereichen können je nach Schiff variieren.

Stena Line gibt an, dass die meisten öffentlichen Bereiche an Bord zugänglich sind und auf den Schiffen zugängliche Toiletten vorhanden sind. Barrierefreie Kabinen mit eigenem Bad gibt es auf einzelnen Schiffen und sie müssen im Voraus gebucht werden. Lifte, Durchgänge und Türen sind auf Standardrollstühle ausgelegt; einzelne Bereiche können Schwellen, Rampen oder schwere Türen aufweisen. Das Angebot unterscheidet sich nach Schiff, sodass die beschriebenen Kabinen- und Wegeangaben für das eingesetzte Schiff bestätigt werden müssen.

Wenn Sie einen Rollstuhl, Scooter oder eine andere Mobilitätshilfe mitnehmen, geben Sie Maße, Gewicht und bei elektrischen Geräten die Angaben zum Akku an. Diese Informationen helfen, einen passenden Platz und den Ablauf an Bord zuzuordnen. Nehmen Sie notwendige Medikamente, Ladegerät und kleinere Hilfsmittel in einer während der Fahrt zugänglichen Tasche mit. Fahrzeugdecks können nach dem Einschiffen geschlossen sein, daher gehören benötigte Dinge vor der Abfahrt ins Passagierdeck-Gepäck.

Rechte auf Information und Unterstützung

Für erfasste Fährdienste sehen die EU-Fahrgastrechte kostenlose Hilfe beim Ein- und Ausschiffen, beim Umsteigen, während der Fahrt und im Hafen vor. Eine Anmeldung mindestens 48 Stunden vor der Reise erleichtert die Organisation; auch bei späterer Anmeldung muss der Betreiber zumutbare Anstrengungen unternehmen, Hilfe bereitzustellen. Die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach den gesetzlichen Voraussetzungen für Route und Schiff.

Stena Line lässt Assistenzhunde auf allen Routen und Schiffen kostenlos in die Passagierbereiche. Beim Check-in sind die erforderlichen Papiere vorzulegen; während der Fahrt müssen Geschirr und Kenndecke getragen werden. Einreise- und Gesundheitsvorgaben für das Tier gelten zusätzlich.

Am Reisetag und bei einer Änderung

Halten Sie Buchungsbestätigung und vereinbarte Unterstützungsangaben beim Check-in bereit. Folgen Sie dem bestätigten Treffpunkt und geben Sie dem Personal Bescheid, falls sich Ihr Bedarf seit der Anmeldung geändert hat. Für Mobilitätshilfen mit Akku führen Sie die vom Betreiber benötigten Gerätedaten mit. Für Ihre Anreise zählt die bestätigte Treffzeit, nicht allein die übliche Check-in-Frist.

Wenn Schiff oder Hafen gewechselt werden, kann sich die bestätigte Zugänglichkeit ändern. Lassen Sie Unterstützung, Kabine und Wege für das neue Schiff erneut zuordnen. Ist eine benötigte Vorkehrung für das Ersatzschiff nicht verfügbar, besprechen Sie vor der Anreise eine andere Abfahrt oder eine geeignete Lösung und halten Sie die Vereinbarung schriftlich fest. Bei einer Verspätung hilft ein erreichbares Telefon, geänderte Treffzeiten und Hinweise des Personals entgegenzunehmen.

Häufige Fragen

Wie früh muss ich Assistenz anmelden?

Stena Line bittet um Anmeldung mindestens 48 Stunden vor Reiseantritt. Auch ohne rechtzeitige Anmeldung muss der Betreiber bei erfassten Diensten zumutbare Anstrengungen unternehmen, Hilfe bereitzustellen. Andere Anbieter können eigene Anmeldeabläufe haben; die kostenlose Unterstützung nach den EU-Fahrgastrechten gilt im gesetzlichen Geltungsbereich.

Kann ich meinen eigenen Rollstuhl an Bord nutzen?

Das hängt von Wegen, Platz und Sicherheitsregeln auf dem eingesetzten Schiff ab. Stena Line gibt an, dass die meisten öffentlichen Bereiche rollstuhlgerecht sind, einzelne Durchgänge aber Schwellen, Rampen oder schwere Türen aufweisen können; auf einzelnen Schiffen sind Plätze für Mobilitätshilfen begrenzt. Teilen Sie Maße und Gewicht sowie bei elektrischen Geräten die Akkudaten mit und lassen Sie Nutzungs- oder Abstellort für Ihre Abfahrt zuordnen.

Was ist für eine barrierefreie Kabine entscheidend?

Die Kabine muss für die konkrete Abfahrt verfügbar und reserviert sein. Ermitteln Sie anhand Ihres Bedarfs, welche Bewegungsfläche, Badzugänglichkeit und Lage zu wichtigen Bordbereichen nötig sind. Stena Line bietet solche Kabinen mit eigenem Bad auf einigen Schiffen an; sie müssen im Voraus gebucht werden.